Die Berechnung der Kunstlinse ist ein zentraler Schritt bei der Planung der Kataraktoperation. Obwohl die präzise Vermessung des Auges heute mit modernen biometrischen Geräten auf sehr hohem Niveau möglich ist, stellt die eigentliche Linsenberechnung nach wie vor eine besondere Herausforderung dar. Unterschiedliche anatomische Gegebenheiten, individuelle Heilungsverläufe und biologische Variabilität führen dazu, dass trotz optimaler Planung nicht bei allen Patientinnen und Patienten eine exakte „Punktlandung“ der postoperativen Refraktion erreicht werden kann – also nahe null Dioptrien mit gutem Sehen in der Ferne ohne Brille.
Prof. Findl beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Optimierung der Kunstlinsenberechnung. Seine Forschung zu Biometrie, Vorhersagegenauigkeit und Berechnungsmodellen ist in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen dokumentiert. Unter anderem war er maßgeblich an der Entwicklung des ESCRS Kalkulators beteiligt, der es ermöglicht, moderne und etablierte Linsenformeln effizient zu vergleichen und so die individuelle Berechnung der Kunstlinse weiter zu verbessern. Eine Auswahl relevanter Publikationen finden Sie unten auf dieser Seite.